Fürchte Dich nicht! - So kannst Du Angst und Panik überwinden

Meine erste Panikattacke hatte ich in der U-Bahn. Es ist jetzt bestimmt 15 Jahre her. Von einer Sekunde auf die andere drehte sich alles um mich und mein Herz begann zu rasen. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr atmen zu können. Ich hatte das Gefühl in Ohnmacht zu fallen. Mir war übel. Ich musste sofort aussteigen, um aus dieser Situation zu flüchten...

Ich kenne viele Menschen, die unter Panikattacken leiden oder gelitten haben. Angeblich sind 13% aller Europäer davon betroffen. 

Welche Ängste gibt es?

In der folgenden Slideshow kannst Du Dich über die 5 Hauptformen der Angst informieren:

(Die Texte zur Slideshow funktionieren in der mobilen Ansicht leider nicht)

Wie entsteht Panik?

Panik ist eine verstärkte Stresssituation Deines Organismus. Zunächst einmal nehmen Deine Sinne (in Form von Geräuschen, Gerüchen...) etwas wahr. Diese Reize gelangen in das Gehirn. Durch Deine Erfahrungen interpretiert die Großhirnrinde die vorgegebenen Reize. Hast Du zum Beispiel in der Vergangenheit Angst in bestimmten Situationen gehabt, interpretiert Dein Gehirn diesen Moment als gefährlich. Diese Meldung geht dann an das lymbische System. Dieses ist u.a. für Deine Gefühle zuständig. Der Hypothalamus bewirkt über Deine Nervenbahnen im Nebennierenmark die Ausschüttung von Stresshormonen. Die Großhirnrinde verarbeitet dies nicht, sondern reagiert sofort. Du kennst das - Du schreckst durch ein, beispielsweise plötzlich auftretendes Geräusch auf - Dein Körper stellt sich nun sofort auf Flucht oder Kampf ein. Das sympathische Nervensystem tritt nun in Aktion. Es ist zuständig für die Aktivierung Deines Körpers (Beschleunigung des Herzschlages, schnelleres Atmen, vermehrtes Schwitzen etc...). Dein Körper wird jetzt auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Wenn Du noch mehr über den Schaltkreis der Angst wissen möchtest, empfehle ich diesen Artikel.

Angst ist also eine normale Reaktion Deines Körpers

Du brauchst diese für Krisen- oder Gefahrensituationen. Aber es ist wichtig, dass Du Deine natürliche Angstreaktion von den hindernden "Angstprogrammen" unterscheiden kannst. Wenn Du ständig, oder in scheinbar „normalen“ Situationen Angst hast, ist das ein Zeichen, dass in Deinem Unterbewusstsein angstauslösende Programme gespeichert sind. Das ist beispielsweise auch bei Phobien der Fall.

  • Oft stammt diese Angst von nicht geheilten Erfahrungen aus der Kindheit, welche Glaubenssätze erschaffen haben. Diese kommen in der Gegenwart zum Ausdruck. Dein Unterbewusstsein wird durch Sinneseindrücke getriggert (Geräusche, Gefühle, Gerüche...), und BAM – da ist die Panik!
  • Angst kann sogar vererbt werden. Verrückt oder? Dann ist klar, wieso Du überhaupt nicht verstehst, dass diese unangenehmen Gefühle da sind.
  • "Angstprogramme" können auch aus vergangen Leben stammen. Aber okay, das geht Dir vermutlich zu weit. Deshalb führe ich das nicht weiter aus ;)
  • Natürlich können Angstsymptome folge von körperlichen Erkrankungen sein. Deshalb ist es wichtig, ggf. zum Arzt zu gehen.

Und wie kannst Du jetzt diese Angst loswerden?

Es gibt zahlreich Blogs, Tipps und Bücher über Angst und Panik. Ich habe massenweise bei meinen Recherchen gefunden. Ich habe damals auch massenweise gelesen... Mir half es nur kurzweilig. Lesen hilft nicht immer - das Tun hilft! Ein Beispiel: Wenn Du ein Buch über das Kochen liest, aber nie kochst, wird das wohl nichts mit der Kocherei ;) 

Es gibt viele gute Methoden in der Angsttherapie. Für mich und meine Kunden bewährt sich immer wieder folgendes:

Im Grunde geht es darum, die größte Angst hinter der Angst zu finden

Es spielt keine Rolle ob Du jetzt eine Phobie, eine generalisierte Angststörung oder eine andere Art von Angst hast. Es geht darum, nach der größten Angst hinter der Angst zu suchen. Wird das hinderliche Programm dann gefunden, kann es auch aufgelöst werden. Das geschieht beispielsweise im Theta-Zustand*. In diesem Zustand erreicht man das Unterbewusste. Es geschieht wunderbar entspannt und ohne Drama. Es ist nachhaltig und effektiv. 

Die größte Angst ist meist die „Angst vor dem Nichts“ , die „Angst vor dem Tod“ oder die „Angst, nicht verbunden zu sein".

Das hört sich dramatischer an, als es ist! Es ist super, diese "Hauptangst" zu finden - wenn diese nämlich gefunden und aufgelöst wird, ist die Panik weg. Tadaaaa!

Gut erprobte Notfall-Tipps

Bevor ich meine Angst nachhaltig löste, haben mir einige Dinge gut geholfen, um meine Attacken zu minimieren und zu verkürzen: 

 Achte auf Deine Atmung und Deine Gedanken. Übe Dich in Achtsamkeit.

Achte auf Deine Atmung und Deine Gedanken. Übe Dich in Achtsamkeit.

  • Frage Dich, was das Schlimmste ist, was passieren könnte. Du wirst feststellen, dass Du dadurch schon mal Deinen Verstand beruhigen kannst. (Denkst Du, Du wirst durch die Attacke sterben? Nein, glaube mir, das wird nicht passieren).
  • Versuche Dich zu entspannen. Kontrolliere Deinen Atem. Atme tief durch die Nase ein, zähle in Gedanken bis 5. Kurze Atempause. Dann aus dem Mund atmen und in Gedanken bis 7 zählen. Wiederhole dies 10 Mal.
  • Lerne meditieren. Auf YouTube gibt es tolle geführte Meditationen
  • Lasse die Angst zu und akzeptiere sie. Du kannst die Angst auch fragen, wieso sie jetzt da ist und was sie braucht, um wieder zu gehen. Du wirst eine Antwort bekommen.
  • Treibe regelmäßig Sport. Durch Bewegung baust Du überschüssige Stresshormone im Körper ab.

Diese Tipps helfen erfahrungsgemäß sehr gut. Allerdings nur temporär. 

Falls Du Deine „Angstprogramme“ nachhaltig lösen möchtest, bitte um Unterstützung

Du musst da nicht alleine durch. Sei mutig. Ich weiss, es gehört Mut dazu, sich seiner Panik zu stellen. Aber es ist gar nicht so schlimm, wie Du Dir das vielleicht vorstellst. Es haben schon viele geschafft - und Du kannst das auch!


Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.
— John Wayne

Also schwing´ Dich in den Sattel! Auch Du kannst Deine Panik überwinden!

Der Preis dafür ist Freiheit.

Von Herzen, Deine Sonja ♡

 

PS: Hast Du bestimmte Strategien gegen die Angst? Schreibe mir einen Kommentar oder eine Mail

PPS: Lade Dir kostenfrei 3 hilfreiche Tools gegen die Angst runter!

Von der Angst in Die Liebe.jpg

Hier habe ich Dir 3 kostenfreie Tools zusammengestellt


* Im Theta-Zustand schwingen die Gerhirnwellen in einer sehr langsamen Frequenz, wie beispielsweise in der Übergangsphase zwischen Wachen und Schlafen.

Photo: Tertia van Rensburg, Aaron Burden, Alex Block, Cassidy Kelley, Clem Onojeghuo on Unsplash